Heute noch Science Fiction, morgen Realität? Wenn aus Fiktion plötzlich Ernst wird.

Was passiert mit den Menschen, wenn die Erde plötzlich unbewohnbar wird? Die Kontinente unter kilometerdicken Eisschten liegen? Der Roman „Aquaria“ von Silvio Schumann thematisiert solch drastischen Veränderungen und beschreibt, wie sich die Menschheit an neue, lebensfeindliche Umweltbedingungen anpassen muss.

Die Menschheit ist unter riesige Kuppelbauten unter die Meeresoberfläche geflüchtet. Rohstoffe werden aus der Tiefsee von Tauchern gefördert. Ohne physische Anpassungen sind solche Tauchgänge nicht durchführbar. Doch die Menschen forschen.

Ist das Schaffen von Hybridwesen, teils Mensch, teils Tier, sogenannte Chimären die Lösung? Chimären sind Organismen, die aus unterschiedlich genetischen Zellen aufgebaut sind und dennoch einheitliche Individuen darstellen. Auch wenn die Zellen aus unterschiedlichen Arten stammen, gilt dies noch immer als ein Individuum. Das Maultier ist z.B. eine natürliche Chimäre.

Dient die Forschung im Roman noch dazu, das Überleben der Menschheit zu sichern, ist die reale Wissenschaft schon einen Schritt weiter: Wie gerade bekannt wurde, haben in Japan Wissenschaftler die Freigabe erhalten, in Tieren menschliches Erbgut einzupflanzen, hier speziell Schweinen, die genetisch den Menschen am ähnlichsten sind. Soll vordergründig damit erreicht werden, menschliche Organe im Tier zu züchten, um die Abstoßungsrate bei Organtransplantationen beim Menschen zu reduzieren, kann man den Faden natürlich locker weiterspinnen und auch umgekehrt menschlichen Embryonen tierisches Material beigeben, um z.B. eine erhöhte Widerstandsfähigkeit in bestimmten Lebensräumen zu erreichen. 
Kiemen züchten, um unter Wasser atmen zu können? 
Die Erhöhung der Regenerationsfähigkeit, um z.B. Soldaten nach einer Verwundung schneller wieder in den Kampf schicken zu können?

Im Roman „Aquaria“ ist dies Albtraum gewordene Realität.

Und nicht nur im Roman muss die Frage gestellt werden, ob hier nicht die Menschlichkeit dabei auf der Strecke bleibt!

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